Bei sommerlichen Temperaturen trafen sich 19 Wanderinnen und Wanderer der DAV-Sektion Weinheim zur Monatswanderung auf dem Wanderparkplatz „Feriendorf“ im Fürther Ortsteil Kröckelbach. Die Tour wurde von Hans Schlabing geführt, der eine abwechslungsreiche Rundwanderung durch den vorderen Odenwald vorbereitet hatte.
Die Wettervorhersage kündigte Temperaturen von bis zu 37 Grad an. Dennoch erwiesen sich die überwiegend schattigen Waldwege als ideale Wanderstrecke für diesen heißen Julitag. Immer wieder sorgte ein frisches Windlüftchen für angenehme Bedingungen. Nur auf wenigen Abschnitten im offenen Gelände war die Hitze stärker zu spüren, blieb aber dank der stetigen Brise gut erträglich.
Die Wanderroute führte zunächst durch das idyllische Steinbachtal hinauf zum Wagenberg.
Der Wagenberg war mit seinen 535 Metern im wahrsten Sinne des Wortes der Höhepunkt unserer Tour. Er bildet eine markante Erhebung am Trommrücken und eröffnet schöne Ausblicke auf die umliegende Landschaft.
Weiter ging es nach Hammelbach. Der traditionsreiche ehemalige Luftkurort liegt auf 438 Metern Höhe und beeindruckt noch heute mit seiner gotischen Kapellenruine, den historischen Bauernhöfen sowie seiner besonderen Lage am Beginn des Weschnitz- und Ulfenbachtals. Hans Schlabing wusste unterwegs viel Interessantes über die Geschichte und die Besonderheiten des Ortes zu erzählen.
In Hammelbach führte die Wanderung auch zum historischen Friedhof. Neben der gotischen Kapellenruine weckte besonders das sogenannte „Verlies“ an der Friedhofsmauer das Interesse der Wandergruppe. Der kleine Arrestraum erinnert an längst vergangene Zeiten der örtlichen Gerichtsbarkeit.
Früher wurden solche Arrest- oder Verwahrräume von Gemeinden genutzt, um beispielsweise Betrunkene, Ruhestörer oder andere Personen vorübergehend festzusetzen. Sehenswert sind außerdem die denkmalgeschützten Gräber der Pfarrersfamilie Bus, die von der Geschichte des Ortes erzählen.
Ein weiterer Höhepunkt war die Ulfenbachquelle. Am Brunnen erläuterte Hans die geologischen Besonderheiten der Region und gab spannende Einblicke in die Entstehung der Landschaft des Odenwaldes.
Anschließend führte der Weg zur Weschnitzquelle bei Hammelbach. Dort befindet sich ein Grillplatz mit einer Kneippanlage mit einem Wassertretbecken, das an diesem heißen Sommertag für eine willkommene Erfrischung sorgte.
Die Rast wurde von allen Teilnehmern ausgiebig genutzt, um die müden Beine im kühlen Wasser zu beleben.
Für eine besonders schöne Überraschung sorgte Marlies, die nach einigen Wanderungen mit unserer Gruppe beschlossen hat, Mitglied im DAV zu werden. Zu ihrem Einstand hatte sie Likör und Schnaps sowie zwei selbstgemachte Marmeladen mitgebracht: eine aus Wassermelone und eine aus Johannisbeeren mit Vanille. Die Köstlichkeiten fanden bei uns großen Anklang.
Liebe Marlies, herzlich willkommen im DAV und in unserer Wandergruppe!
Nach der Rast führte die Strecke weiter am Fuße des Eselssteins entlang und über Brombach zurück nach Kröckelbach. Unterwegs wurden einige Stationen des Klangweges passiert, die mit ihrem besonderen Charme und ihrer Geschichte einen interessanten Eindruck hinterließen.
Nach rund 14 km und 400 Hm mit mehreren längeren Anstiegen erreichte die Gruppe gegen 15:00 Uhr ihr Ziel.
Zum Abschluss kehrten wir im Landgasthaus Adler („XXL-Lokal“) in Kröckelbach ein. Nach der anspruchsvollen Tour kamen die bekannt reichhaltigen Portionen gerade recht und sorgten für einen gelungenen Ausklang des Wandertages, bevor es schließlich zu Fuß zurück zum nahegelegenen Parkplatz ging.
Fazit: Trotz hochsommerlicher Temperaturen erlebte die Wandergruppe eine bestens organisierte und abwechslungsreiche Tour mit schönen Ausblicken, interessanten Informationen zur Natur und Geologie des Odenwaldes sowie vielen geselligen Momenten. Ein herzlicher Dank gilt Wanderführer Hans Schlabing für die gelungene Führung.
Elisabeth Schneider
18.07.2026















